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Foto von 2002, aufgenommen vor dem Haupteingang des chem. Labors der RUAG Ammotec GmbH in Fürth (frühere Dynamit Nobel AG, Werk Stadeln).
(von links) Dr. Klaus Redecker und Dr. Rainer Hagel. Dr. K. Redecker war bis zu seiner Pensionierung im August 2002 fast 27 Jahre mit der Leitung des chemischen Labors im Standort Fürth (Werk Stadeln) betraut. Er betreute u. a. die Entwicklung des atoxischen SINTOX- Anzündsatzes und der hülsenlosen Infanteriemunition im Kaliber 4,73 x 33 mm für das Waffensystem G11 (Firma Heckler & Koch, Oberndorf).
Dr. R Hagels Arbeitsgebiete waren die Entwicklung hochtemperaturfester, polymerer Explosivstoffe, die letztendlich zu einer verwendungsfähigen HITP (High-Ignition-Temperature-Propellant)-Formulierung zur Herstellung von hülsenloser, kleinkalibriger Munition führte. Diese Entwicklung, im Zusammenspiel mit der zugehörigen Waffe G11 der Firma Heckler & Koch, wurde 1989 erfolgreich fertiggestellt. Durch die neuen polischen Umstände wurde die Einführung im September 1990 blockiert und dieses neue Infanteriewaffensystem nicht mehr in die deutsche Bundeswehr eingeführt.
Ein weiteres Arbeitsgebiet war die Suche nach schwermetallfreien und chemisch stabilen Oxidationsmitteln, sowie die Entwicklung neuer Initialsprengstoffe. Diese Forschungsarbeiten führten schließlich zu der erfolgreichen Einführung der atoxischen SINTOX-Anzündung für Handfeuerwaffen.